Ursachen
Wie entsteht rheumatoide Arthritis?

Auch wenn umfangreiche Untersuchungen zu rheumatoider Arthritis (RA) vorliegen, ist ihre Ursache noch immer ungeklärt. Untersuchungen in Familien haben ergeben, dass die Krankheitsanfälligkeit vererbt wird. Allerdings entwickelt nicht jede Person mit der Veranlagung (Prädisposition) tatsächlich RA. Forscher vermuten, dass es äußere Faktoren wie Bakterien oder Viren gibt, die RA auslösen können.

Bei Patienten mit RA greift das Immunsystem irrtümlich das körpereigene Knorpelgewebe an. Dies wirft eine Frage auf nach dem Motto: „Was war zuerst da – das Huhn oder das Ei?“ Ist bei RA die fehlgeleitete Immunantwort die treibende Kraft bei der Knorpelzerstörung oder lediglich eine Reaktion auf Gewebe, das (aus anderen Gründen) bereits zerstört ist? Es ist wichtig sich klar zu machen, dass die Entzündung in der Synovialis entsteht und sich dann auf andere Gelenkregionen ausdehnt. Aufeinander folgende Entzündungsschübe führen zur Bildung eines invasiven und erosiven (Synovial-) Gewebes, das als Pannus bezeichnet wird. Es enthält sich stark vermehrende und zerstörerische Entzündungszellen, u.a. Makrophagen, die ihrerseits wiederum entzündungsfördernde Zytokine produzieren. Zytokine sind Moleküle, die als Botenstoffe zwischen Immunzellen fungieren, um Vorgänge wie die Differenzierung, die Freisetzung von Entzündungsmediatoren, die Rekrutierung weiterer Entzündungszellen an den Ort des Geschehens und den programmierten Zelltod zu fördern. Zu den Zytokinen, die an der rheumatoiden Arthritis beteiligt sind, gehören beispielsweise der Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha), Interleukin-1 (IL-1), Interleukin 6 (IL-6) und Interleukin 10 (IL-10).


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