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Biotechnologisch hergestellte Proteine werden bei folgenden Erkrankungen
bereits zur Therapie eingesetzt: - Hepatitis C: Pegyliertes (PEG)
therapeutisches Protein. Die PEG-Barriere behindert die Protein-Abbaumaschinerie der Körperzellen und
verlängert dadurch die Wirkdauer des Wirkstoffs.
- Renale Anämie: Gezielt, modifiziertes,
chemisch synthetisiertes Protein, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt.
Eine
relativ neue Wirkstoffklasse, die erst die moderne Biotechnologie bereitgestellt hat, stellen die therapeutischen
Antikörper dar. Antikörper sind Bestandteile des Immunsystems,
die fremde Strukturen im Körper – etwa
Moleküle auf der Oberfläche von Körperzellen, Bakterien oder Viren – erkennen und so für das Immunsystem
markieren. Es gibt mehrere Klassen von Antikörpern, die jeweils unterschiedliche Aufgaben übernehmen;
am häufigsten findet man die Klasse IgG. Dabei handelt es sich um Y-förmige Proteine, die an ihren beiden
kurzen Enden zwei gleiche Erkennungsregionen für eine bestimmte fremde Struktur tragen. Das lange Ende
der Moleküle kann Kontakt zu weiteren Komponenten des Immunsystems aufnehmen, welche schliesslich die
Zerstörung der Eindringlinge einleiten.
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