Was ist rheumatoide Arthritis?

Zu den Merkmalen der RA gehören:

Rötung, Schwellung, Schmerzen und Bewegungseinschränkung um die Gelenke der Hände, Füße, Ellebogen, Knie und Hals. In schwereren Fällen können auch die Augen, Lungen oder Blutgefäße betroffen sein.

Die RA betrifft zunächst im Allgemeinen die kleinen Gelenke der Finger und Zehen. Häufig treten an den Gelenken ganz plötzlich Schmerzen, Schwellungen und Wärme auf. Innerhalb von Wochen oder Monaten kann sich die Krankheit auf immer mehr Gelenke ausweiten. Neben den Gelenken können sich auch die Sehnenscheiden entzünden und anschwellen, z.B. die Sehnenscheiden der Fingerstrecker auf dem Handrücken sowie des Schleimbeutels am Ellebogen. Frühmorgendliche Steifheit in den Gelenken und der Gelenkumgebung, die mindestens eine Stunde lang anhält, bevor eine maximale Verbesserung eintritt, ist ein charakteristisches Anzeichen für RA. Da es sich um ein subjektives Anzeichen handelt, müssen Patienten sorgfältig über den Unterschied zwischen Schmerzen und Steifheit aufgeklärt werden. Wie lange die morgendliche Steifheit andauert, hängt von der Krankheitsaktivität ab.

RA geht auch mit ganzkörperlichen (systemischen) Komplikationen einher, die von Erschöpfung und Fieber bis zu verstärkter Herz-Kreislauf-Erkrankung und Knochendegeneration reichen kann.

Die rheumatoide Arthritis verläuft in drei Stadien:

  1. Anschwellen der Synovialis, was zu Schmerzen, Wärme, Steifheit, Rötung und Schwellungen in der Gelenkumgebung führt
  2. Rasche Zellteilung und schnelles Zellwachstum, was zu einer Verdickung der Synovialis und in der Folge zu einer Bildung von Unterhautfettgewebe (Pannusbildung) führt
  3. Entzündungszellen setzen Enzyme frei, die Knochen- und Knorpelgewebe abbauen. Häufig verliert das betroffene Gelenk dadurch seine Form und Ausrichtung, was verstärkt Schmerzen und Bewegungsverlust nach sich zieht

© 2002-2009 F. Hoffmann-La Roche Ltd
See our Legal Statement