Wie wird rheumatoide Arthritis diagnostiziert?

Blutuntersuchung:
Blutuntersuchungen unterstützen die RA-Diagnose und werden zur Überwachung der Krankheitsentwicklung durchgeführt. Folgende Parameter können Bestandteil der Untersuchung sein:

  • Blutsenkung
    Ein Maß für die Geschwindigkeit, mit der rote Blutzellen in einem Röhrchen mit Blut innerhalb einer Stunde zu Boden sinken. Anhand der Blutsenkung lässt sich die Entzündungstätigkeit messen; sie ist bei RA erhöht.
  • C-reaktives Protein (CRP)
    C-reaktives Protein wird bei einer entzündlichen Erkrankung von der Leber ins Blut abgegeben. Ein hoher Wert weist auf eine Entzündung hin (infolge einer Infektion oder bei entzündlichen Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, u.a. RA).
  • Rheumafaktor (RF)
    Der Rheumafaktor ist ein Autoantikörper, der sich durch einen Bluttest nachweisen lässt. Ein positives Rheumafaktor-Ergebnis in Verbindung mit den charakteristischen klinischen Befunden bestätigt den Verdacht auf RA.
  • Anti-CCP
    Test zum Nachweis auf Autoantikörper, die für RA hoch spezifisch sind. Anti-CCP wird zur (Früh-) Diagnose der Krankheit und zur Unterscheidung zwischen Patienten mit RA und Patienten mit anderen rheumatischen Erkrankungen herangezogen. Mehrere Studien lassen darauf schließen, dass das Vorhandensein von Anti-CCP Symptomen vorangehen und einen schwereren Krankheitsverlauf vorhersagen kann.

Röntgenuntersuchung
Die konventionelle Röntgenaufnahme stellt die Standarduntersuchung zur Beurteilung der anatomischen Veränderungen bei Patienten mit RA dar. Die röntgenologisch erkennbaren Merkmale der Handgelenke im Frühstadium der Krankheit sind Weichteilschwellungen und leichte Osteoporose in der Gelenkumgebung. Knochenerosionen sind gewöhnlich erst mehrere Monate nach dem Auftreten der Krankheit sichtbar, sofern nicht Spezialverfahren wie die mikrofokale Röntgenuntersuchung eingesetzt werden.

In den vergangenen zehn Jahren findet die Ultraschalluntersuchung zur Abklärung der Gelenk-, Sehnen- und Schleimbeutelbeteiligung bei RA zunehmend Anerkennung. Sie kann die frühzeitige klinische Beurteilung und die Nachbeobachtung der Patienten verbessern, da sich mit ihr Einzelheiten wie die Verdickung der Synovialis selbst innerhalb von Fingergelenken darstellen lassen. Sonstige Bild gebende Verfahren, wie beispielsweise die Magnetresonanz- und Computertomographie sowie die Szintigraphie, können bei ausgewählten RA-Patienten hilfreiche Informationen sowohl über die Merkmale als auch das Ausmaß der anatomischen Schädigungen geben.


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